cl Luigi Giussani

Gemeinschaft und Befreiung

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Das Charisma von CL

"Das Charisma ", hat Don Giussani geschrieben, "kann man eine Gabe des Heiligen Geistes nennen, die in einem bestimmten geschichtlichen Kontext einem Menschen gegeben wird, damit eine ihm geschenkte Glaubenserfahrung dem Leben der Kirche irgendwie nützt. Am Charisma unterstreiche ich den existentiellen Aspekt; es macht die von den Aposteln überlieferte Botschaft überzeugender, zugänglicher für jene, die Christi Willen dazu bestimmt hat. (...) Ich sage oft, dass ein Charisma ein Endausdruck der Menschwerdung ist, das heißt eine besondere Modalität, durch die das Ereignis Jesu Christi, Gott-Mensch, mich erreicht, und durch meine Person andere erreichen kann."

"Das Charisma von CL", so fährt Giussani fort, "kennt keine besonderen Teilaspekte. Ich würde eher sagen, dass der ursprüngliche Charakter unserer Bewegung in der Art besteht, wie man die christliche Erfahrung leben kann. Wenn ich das Wesen dieser Art beschreiben müsste, würde ich sagen, dass es aus zwei Faktoren besteht: In erster Linie aus der Botschaft, dass Gott Mensch geworden ist, also eine geschichtliche Begleitung für unseren menschlichen Weg. Zweitens aus der Behauptung, dass Jesus von Nazareth im Zeichen der Eintracht, der Kommunion, der Gemeinschaft, der Einheit gegenwärtig ist; also in Seiner Kirche ist".

"Seit der ersten Stunde im Brecht-Gymnasium in Mailand habe ich versucht, den Schülern zu vermitteln, was mich bewegt: Nicht der Wille, sie zu überreden, dass ich recht hätte, sondern der Wunsch, ihnen die Vernünftigkeit des Glaubens zu zeigen, d.h. ihre Freiheit sollte der christlichen Botschaft zustimmen, weil sie selbst entdeckten, dass das, was ich sagte, mit dem Streben ihres Herzens übereinstimmte, und so auch der Vernunft entsprach. Nur durch diese Dynamik des Wiedererkennens wird jeder, der unserer Bewegung anhängt, kreativ und selbst Protagonist; er wiederholt nicht Formeln oder Worte. Darum, so scheint mir, stiftet das Charisma eine soziale Wirklichkeit, nicht in Form eines Projekts, sondern als Bewegung von Menschen, die eine Begegnung gewandelt hat und die versuchen, die Welt, die Umgebung und die Umstände, denen sie begegnen, menschlicher zu machen. Das gelebte Gedächtnis Christi will unausweichlich in der Gesellschaft eine Gegenwart schaffen, nicht irgendein programmiertes Ergebnis."

Dieser Text wurde aus dem Buch Comunione e Liberazione - Eine Bewegung in der Kirche entnommen.

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  LAST UPDATE 12.09.2002 Impressum