cl Luigi Giussani

Gemeinschaft und Befreiung

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Ostern 2011

Ostern 2011
Domenichino, Johannes der Täufer weist auf Jesus, Sant’Andrea della Valle, Rom.
Foto: Scala, Firenze.

„Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos.“ (1 Kor 15,14) „Der christliche Glaube steht und fällt mit der Wahrheit des Zeugnisses, dass Christus von den Toten auferstanden ist. Wenn man dies wegnimmt, dann kann man aus der christlichen Überlieferung zwar immer noch eine Reihe bedenkenswerter Vorstellungen über Gott und den Menschen, über dessen Sein und Sollen zusammenfügen – eine Art von religiöser Weltanschauung –, aber der christliche Glaube ist tot.“ Dann ist Jesus „kein Maßstab mehr; der Maßstab ist dann nur noch unser eigenes Urteil, das von seinem Erbe auswählt, was uns hilfreich erscheint. Und das bedeutet: Dann sind wir alleingelassen. Unser eigenes Urteil ist die letzte Instanz. Nur wenn Jesus auferstanden ist, ist wirklich Neues geschehen, das die Welt und die Situation des Menschen verändert. Dann wird er der Maßstab, auf den wir uns verlassen können. Dann hat Gott sich wirklich gezeigt.“

Benedikt XVI.

Das christliche Ereignis betrifft nicht nur die Vergangenheit, es steht nicht nur am Anfang von allem, sondern es bezieht sich auch auf die Gegenwart. Es bestimmt die Gegenwart und gibt ihr Gestalt, ja es ermöglicht sie erst.  Was wir wissen oder haben, wird nur zur Erfahrung, wenn es uns jetzt gegeben wird – wenn es eine Hand gibt, die es uns jetzt reicht, ein Gesicht, das uns jetzt aufleuchtet, Blut, das jetzt fließt, eine Auferstehung, die jetzt geschieht. Außerhalb dieses „Jetzt“ gibt es nichts! Unser Ich kann nur von etwas bewegt, ergriffen und verändert werden, das uns gleichzeitig ist: von einem Ereignis. Christus „geschieht“ mir jetzt.
Damit all unser Reden und Wissen von Christus zu einer Erfahrung wird, brauchen wir eine Gegenwart, die uns herausfordert und ergreift. Wie Johannes und Andreas. Das Christentum, Christus, ist genau das, was Johannes und Andreas erlebt haben, als sie Ihm folgten. Stellen wir uns den Augenblick vor, als er sich umwandte: Wie tief berührt müssen sie gewesen sein! Oder als sie dann in sein Haus eintraten ... Es ist immer noch genau so, bis heute, bis zu diesem Augenblick!

Luigi Giussani

 

  LAST UPDATE 25.04.2011 Impressum